Poker, Steakhouse und Basketball

Das Wetter spielte dieses Wochenende mal nicht mit. Obwohl die Bäume vor meinem Fenster schon blühen und die Vögel zwitschern, sollte es dieses Wochende nochmals fast 0 Grad werden. Es war die ganze Zeit extrem windig und stürmig. Sogar Schneeregen war angesagt, wenigstens das blieb uns aber erspart. (An Montag schien aber wieder die Sonne, heute war es bereits wieder 16 Grad Celsius.)

Für Ausflüge war es also definitiv zu wüst, also erlebte ich ein typisches amerikanisches Wochenende. Am Freitag Abend nahm mich Adam, ein Arbeitskollege, zu einem kleinen Pokerturnier bei einem Kollegen mit. Beim ersten Tournament mit ca. 12 Spielern erzielte ich immerhin den zweiten Platz. Beim zweiten Tournament lief es dann nicht mehr so rund, es war aber trotzdem ein gelunger Abend. Ausserdem lernte ich ein paar neue Leute kennen. Ein wirklich nettes Volk, diese Amis. 😀

Am Samstag war dann putzen, einkaufen usw. angesagt. Ich glaube aber kaum, dass das jemand intressiert. Darum erzähle ich lieber vom Abend. Ich war im „Logan’s Roadhouse“ einem typischen amerikanischen Steakhouse. Neben dem riesigen Steak, welches es gab, war vorallem die Atmosphäre einzigartig. Das Restaurant war so eingerichtet, dass man sich wie im wilden Westen fühlte. Auf dem Tisch waren Kessel mit Erdnüssen. Die Schalen der Erdnüsse konnte man einfach auf den Boden werfen. Klingt komisch, war es am Anfang auch. 😉 Mit dem Steakmesser hätte man wohl auch einen Baum fällen können, so gross und dick wie es war. Das Restaurant legte aber auch Wert auf Qualität und gutes Fleisch, das Steak war dann auch wirklich lecker. Am Ende kam dann die Rechnung. Für 15 $ gab es neben Steak mit Kartoffelstock und gebratenen Pilzen, auch noch eine kostenlose Vorspeise (Ich habe vergessen, wie es hiess aber es war gut!). Das Getränk gab es auch noch dazu, natürlich mit „Free Refill“, das heisst sobald man das Glas leergetrunken hatte stand auch schon wieder ein neues auf dem Tisch. Mal schauen, wie viel man für das Menü in der Schweiz bezahlen würde (inkl. den Erdnüssen 😉 ).

Am Sonntag war in Indianapolis ein Viertelfinal-Match vom NCAA Basketball Championship. NCAA ist die Nationale College Liga, wo also all die Talente spielen bevor sie in die NBA kommen. Trotzdem ist diese League sehr bedeutend. Der Match wurde in die ganze USA übertragen und immerhin 36’000 Zuschauer waren live dabei. Ich bin eigentlich nicht so basketballbegeistert, trotzdem war ich am Match live dabei. Cheerleaders, Musikorchester und Maskotten fehlten genau so wenig wie die Nationalhymne beim Start. Und nicht nur die Stimmung mit so vielen Zuschauern war einzigartig, sondern auch der Match war wirklich spannend. Leider verloren die von mir favorisierten Louisville Cards. Immerhin bin ich jetzt etwas mehr basketballbegeistert.

Der Match fand im extra für Basketball umgebauten Lucas Oil Stadium statt. Normalerweise finden in dem Stadium Football-Matches statt, mit bis zu 60’000 Zuschauern. Für diese Matchs kann das riesige Stadiondach und die Seitenwände geöffnet werden. Ich werde sicher einmal einen solchen Match besuchen. Bemerkenswert ist vielleicht noch, dass die Amis ein sehr friedliches Volk sind. Ich wunderte mich zuerst etwas, dass die Tribünen nicht nach Fangruppen getrennt waren. Es ging aber alles friedlich aus. Ist ziemlich lustig, wenn die Sitznachbarn rechts mit mir jubelten, während die Sitznachbarn links wieder aufstöhnten weil ihr Team ein Ball in den Korb bekam.

Fotos vom Basketball-Match und dem Stadium

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