Tag 1: Oberalppass bis Chur

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Und los geht’s

Die Reise startet bei mir zu Hause in Luzern um ungefähr 05:30 Uhr. Auf dem Weg auf den Oberalppass muss man ein paar mal umsteigen, der Velo-Selbstverlad klappt aber gut. Auf dem Oberalppass sind heute Tag ausgesprochen viele Skitourer unterwegs – kein Wunder das Wetter war auch grandios und es lag noch genug Schnee. Ich komme mir doch etwas komisch vor zwischen Schneesportlern mein Velo aus dem Zug zu hieven. Dann geht es los: Die Strecke beginnt mit einer rasanten Abfahrt und die erste halbe Stunde muss man praktisch nie in die Pedale treten.

Doch der Eindruck täuscht, dass es so rasant weiter geht. Die Strecke hat auch sehr viele Steigungen. Und so fahre ich an diesem Tag neben rund 2400 HM herunter, auch wieder 960 HM hoch. Die grösste Steigung ist Richtung Safiental, wo die Rheinschlucht Surselva beginnt. Der Schnee auf den ersten Bildern täuscht. Hier unten hat bereits der Frühling begonnen und die strahlende Mittagssonne bringt mich mächtig ins Schwitzen. So lege ich nach der Mittagsrast gleich ein Powernap ein, auf einem Bänkchen im fast verlassenen Bergdörfchen Versam. 

Dass sich der Aufstieg nach Versam lohnte, merkr ich bei der Abfahrt. Über viele Kurven geht es nun eine wenig befahrene Bergstrasse herunter und ich habe viele grandiose Ausblicke auf die Rheinschlucht. Ein Naturspektakel schon am ersten Tag!

Mein Tag endet in Chur wo ich mein Zelt aufschlage. Dort treffe ich dann auch einen ersten anderen Radreisendenden. Der junge Kanadier war schon seit drei Monaten in ganz Europa unterwegs und war gerade auf dem Weg Richtung Kroatien, da sein Schengen-Visum ablief. Wir diskutieren angeregt und er gibt mir noch einige Tipps für meine ersten Radtage.

Im Gegensatz zum Tag war die Nacht (anfangs Mai) noch sehr kühl, sodass ich mich am morgen auf eine ausgedehnte warme Dusche freute.

Highlights dieses Routenabschnitts der EuroVelo 15

  • Rasante Abfahrt über die ersten paar Kilometer, ab Oberalppass
  • Rheinschlucht Surselva (Ruinalta), zwischen Versam und Bonaduz
  • Die gesamte Strecke ist wunderschön, sehr abwechslungsreich und lohnt sich auch als Tagestour!

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